Die Wahl der Qual

Heute war es soweit: Der deutsche Bundestag wurde von Bundespräsident Horst Köhler aufgelöst und es stehen Neuwahlen an, falls uns das Bundesverfassungsgericht nicht noch in letzter Minute vor der Weltöffentlichkeit durch eine Blockade dieses Prozesses blamiert.

Jetzt heißt die große Frage, wer wohl Mister oder Misses September wird. Der Herr der Eheringe Gerhard Schröder, dem es von ziemlich weit außen kommend jetzt nicht mittig genug sein kann oder Angela, die Gnadenlose, Merkel, die schon so manchen ernstzunehmenden Politiker vom Parkett gefegt hat?

Egal wie diese Frage nun ausgehen wird, ist es viel interessanter sich mal Gedanken darüber zu machen, vor welchem Hintergrund die jeweilige Person das Amt bestreiten wird.

Meine Präferenz hierfür ist bisher immer von vielen belächelt worden und alle meinten, dass es nie im Leben möglich sei, in der jetzigen Situation eine große Koalition zu bilden. Jedoch seit dem Auftreten der “neuen Linken” geführt von Oskar Lafontain, der wie kaum ein anderer Politiker sehr gut bewiesen hat, dass man seiner politischen Grundlinie sehr wohl treu bleiben kann, wenn man auch bereit ist auf Macht und Posten zu verzichten, scheint diese Lösung dann doch nicht mehr so abwegig zu sein. Die direkten Befürworter einer solchen Formierung nehmen zu und je nachdem wie die Wahlergebnisse aussehen werden, könnte es sein, dass sich als dies die einzig sinnvolle Koalition darstellt.

Ich denke das hätte einiges Gutes, wenn auch nicht langfristig, sondern nur für eine Legislaturperiode. Es würde unsere Politiker wieder zu der Einsicht bringen, dass persönliche Macht- und Imagekämpfe im hohen Hause nichts zu suchen haben und sie wären gefordert sich gemeinsam der Regierungsverantwortung zu stellen und dementsprechend zu handeln, während die kleineren Parteien dafür Sorge tragen, dass die Volksparteien ihrem Namen gerecht werden und wieder im Sinne ihres Volkes zügig und entschlossen handeln. Eine breite Mehrheit in der Mitte, die durch Druck von den Flügeln nach vorne getrieben wird und Reformen auf den Weg bringt, die dann nicht nach Ablauf der 4 Jahre durch einen etwaigen weiteren Regierungswechsel wieder revidiert werden.

Soviel Chaos in der jüngsten Vergangenheit auch auf der politischen Bühne geherrscht hat, auf der leider Gottes mehr Schmierenkomödie stattgefunden hat denn seriöses Theater, so hatte dieses ganze Wirrwarr doch einen positiven Nebeneffekt: Der Deutsche an sich ist wieder politisch interessiert und es zeichnet sich zunehmend ab, dass die langjährige Politikverdrossenheit wieder etwas abnimmt.

Dazu kann man uns nur in jeder Hinsicht beglückwünschen.

Hoffen wir, dass Deutschland im September die richtige Wahl trifft und eine neu formierte Regierung (meines Erachtens mit einem Kabinett bestehend aus den besten Köpfen der beiden Großen) einen Weg aus der momentanen Krise findet, der uns unsere Werte, unseren Wohlstand und unseren Einfluss auf das Weltgeschehen weiterhin sichert und stabilisiert.

Leider werde ich wohl auf meine Lieblingskombination bestehend aus Kanzlerin Merkel und Vizekanzler fischer verzichten müssen, denn wie wir diese beiden unter einen Hut bekommen sollten, bleibt mir ein Rätsel.

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